Buchverkauf und das Web 2.0

October 27, 2011

Was Autoren im Internet für ihre Bücher tun können.

Neueste Studien bestätigen den Trend: Der Marktanteil von Onlinebuchhändlern nimmt weiter zu. Wie eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung anführt, wird inzwischen in Deutschland mehr als ein Fünftel der Bücher über das Internet vertrieben. Analysten gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung, getrieben durch die zunehmende Verbreitung rein digitaler Produkte wie E-Books und E-Reader, in den nächsten Jahren weiter verstärkt.

Nun, diese Prognosen sind für Insider natürlich im Grunde nicht neu. Daraus ergibt sich aber eine Reihe von Fragen, über die es sich lohnt, rechtzeitig nachzudenken. Denn wenn Bücher in Zukunft vor allem über das Internet verkauft werden, müssen sich auch Marketingstrategien auf die Gesetze der digitalen Welt einstellen. Konkret heißt das zum Beispiel: Im Internet wird in erster Linie gekauft, was (leicht) gefunden wird. Gut möglich, dass herkömmliche Bestsellerlisten ebenso wie Schaufensterauslagen der Buchhändler in Zukunft ihre gewichtige Rolle für die Kaufentscheidung der Leser verlieren. Viel entscheidender könnte dabei in Zukunft das Suchmaschinen-Ranking einzelner Buchtitel werden. Um dieses zu verbessern, schlägt das Onlineportal ibusiness.de vor, spezielle Internet-Marketingstrategien zu entwickeln und spricht in diesem Zusammenhang von der immer größer werdenden Bedeutung von Buch-SEO (SeachEngineOptimization). Der Gedanke dahinter ist im Prinzip recht einfach: Es geht darum, die Online-Präsentation von Büchern nach Möglichkeit so zu gestalten, dass diese von Suchmaschinen bevorzugt angezeigt werden. Denn auf dem digitalen Markt bekommt die Auffindbarkeit von Titeln oberste Priorität für ein gelungenes Marketing.

Wer denkt, solche Maßnahmen beträfen vor allem die PR-Abteilungen der Verlage, greift zu kurz. Denn beim Vertrieb über das Internet können auch Autoren einen möglicherweise entscheidenden Beitrag zum Erfolg ihrer Bücher leisten. Auch sie sollten es nicht verpassen, den eignen Namen und das eigene Werk als Marke im Web zu etablieren. Ein Eintrag bei Wikipedia, ein Profil in einem der wichtigsten Social-Media-Portale wie Facebook, Xing, LinkedIn und Twitter, ein Engagement in einschlägigen Internetforen – die Wege sind vielfältig, um sich als Autor in der Onlinewelt bekannt zu machen und so manches davon kann man durchaus selbst in die Hand nehmen. Auch die eigene Homepage kann sicherlich nicht schaden. Wer dabei darauf achtet, geschickt wichtige Keywords zu seinem Werk zu platzieren, der schafft Suchmaschinenpräsenz und hat damit, man verzeihe mir die etwas holprige Metapher, schon einen ersten Fuß in der Tür zum Buchhandel im Internet.

Previous:

Next:

Leave a Comment