Die Frankfurter Buchmesse – Immer wieder ein Erlebnis

October 19, 2012

Jedes Jahr im Oktober öffnet die Frankfurter Messe ihre mächtigen Tore. Auch wir waren 2012 natürlich wieder auf der weltgrößten Buchmesse mit unseren Verlagen vertreten. Doch welche Eindrücke bleiben, wenn die Menschen­mengen nach Hause zurückgekehrt sind und die Stände nach fünf langen Tagen verlassen werden?

Prominenz jeglicher Couleur

Unser Verlagshaus präsentierte sich in Halle 4.1 – diesmal in direkter Nachbarschaft zu 3Sat und dem Forum „Deutscher Buchpreis – Werkschau“. So war es auch mir und meinen Verlagsmitarbeitern trotz zahlreicher Termine und Gespräche möglich, den ein oder anderen Exponenten der Literaturszene im Interview live zu erleben. Besonders nachhaltig beeindruckt war ich von Martin Walser, Roger Willemsen und Juli Zeh. Letztere imponierte den Zuschauern insbesondere durch ihre scharfen gesellschaftlichen Analysen und ihren positiven Blick auf zukünftige Generationen. Der allerdings steht in eklatantem Widerspruch zu ihren destruktiven Romanfiguren. Auch Arnold Schwarzenegger stellte sein Buch im ARD-Pavillon vor; ein Blick auf den Terminator blieb uns jedoch wegen seines gelungenen Versteckspiels nach seiner Buchpräsentation verwehrt. Ob wir da etwas verpasst haben?

Ehrengast Neuseeland

Das Gastland Neuseeland präsentierte sich durchaus gelungen in einem gigantischen Pavillon voller Wasser, Licht und Soundeffekte. In der weitestgehend im Dunkeln liegenden Halle waren die Bücher über dieses wunderbare, uns so ferne Land außergewöhnlich in Szene gesetzt. Imposant waren zudem die exotischen Maoritänze und die überdimensionalen Videoleinwände.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch wir hatten bei unserer beliebten Standlesung ein Reisetagebuch über Neuseeland im Programm, das großen Anklang fand.

Was bleibt?

So nehmen wir wieder viele, zumeist positive Impressionen und inspirierende Erlebnisse in unser Berliner Verlagshaus mit. Vielleicht ist es uns ja gelungen, einige dieser Erlebnisse in Erfahrungen zu verwandeln. So wie es der überaus charismatische Roger Willemsen im Interview mit Tina Mendelsohn wohl gemeint hat, als er von einer gelungenen Transformation des erlebten Moments in eine bleibende Erfahrung sprach. Nun denn, wir werden es versuchen. In jedem Fall sind wir dankbar für die vielen freundlichen und bereichernden Begegnungen.

 

 

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